Eine Wallbox ist der unspektakulärste Teil einer Solaranlage – und derjenige, der am meisten Geld bewegt. Wer sein Elektroauto zu Hause mit eigenem Solarstrom lädt statt mit Netzstrom, verschiebt jede Kilowattstunde von 37 Cent auf die entgangene Einspeisevergütung von 7,70 Cent. Genau dort setzt der Anker SOLIX V1 Test an: Die erste Wallbox des Herstellers will nicht nur laden, sondern mitdenken – und kostet dreiphasig mit 22 kW keine 600 Euro.
Das ist wenig für eine Ladestation mit 32 Ampere je Phase, Touchdisplay, RFID und App. Die Frage ist deshalb nicht, ob die V1 billig ist, sondern wo gespart wurde – denn zwischen Herstellerversprechen und Zählerschrank liegen drei Hürden: ein kompatibler Messpunkt, die Zustimmung des Netzbetreibers und § 14a EnWG.
Zur Methodik: Das ist kein Labortest, sondern ein Test & Praxis-Check auf Basis von Herstellerdatenblatt und offizieller Anker-Produktseite, geltender Regulatorik und veröffentlichten Praxisberichten Dritter. Fremde Messwerte sind gekennzeichnet und ungeeicht; eigene Noten oder Kundenstimmen gibt es nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- 22 kW dreiphasig, 400 V, 32 A je Phase – Ladestrom in der App von 6 bis 32 A einstellbar.
- Überschussladen nur mit passendem Messpunkt: Anker SOLIX Smart Meter, Shelly Pro 3EM oder 3EM – keiner davon ist bei Solfuerza gelistet.
- 22 kW bedeuten Genehmigungspflicht: über 12 kVA braucht es nach § 19 NAV die Zustimmung des Netzbetreibers.
- IP55 und IK10 bei der Buchsenversion, IP65 bei der Kabelvariante, Betrieb von −30 bis +50 °C.
- Keine MID-Eichung: der interne Zähler taugt nicht für eine Abrechnung gegenüber Arbeitgeber oder Mieter.
- Preisanomalie im Shop: die schwächere 11-kW-Version kostet 649,99 € und damit mehr als die 22-kW-Version.
Für wen sich die Anker SOLIX V1 lohnt
Sie passt, wenn du einen dreiphasigen Hausanschluss mit Reserve hast, eine eigene Photovoltaikanlage betreibst oder planst und bereit bist, einen kompatiblen Messpunkt nachzurüsten. Dann wird aus der Wallbox ein Verbraucher, der sich nach der Sonne richtet – der einzige Hebel, der die Ladekosten wirklich drückt.
Sie passt nicht, wenn du nur gelegentlich lädst und keine PV-Anlage hast: Dann zahlst du für Intelligenz, die du nicht nutzt. Auch nicht, wenn du Ladevorgänge abrechnen musst – dafür fehlt die MID-Eichung. Und nur eingeschränkt, wenn dein Auto keine 22 kW am Wechselstrom aufnimmt: eher die Regel als die Ausnahme.
Anker SOLIX V1 Test: Aufbau und Technik
Mit 211 × 360 × 125 Millimetern und 2,68 Kilogramm ist die V1 eine der kompaktesten Wallboxen ihrer Klasse. Das Gehäuse aus mattem Kunststoff trägt frontseitig ein Touchdisplay und ist nach IK10 schlagfest – der höchsten Stufe der Norm. Die Buchsenversion erreicht IP55, die Variante mit fest angeschlagenem 5-Meter-Kabel IP65; der Betriebsbereich von −30 bis +50 °C deckt Carport und offene Garage ab.
Elektrisch gibt es wenig zu deuten: 400 V ± 20 %, drei Phasen, 32 A, Mode 3 nach IEC 61851-1, Typ-2-Anschluss. Integriert sind eine Fehlerstromerkennung Typ A, eine DC-Fehlerstromerkennung mit 6 mA und Temperatursensoren; nicht integriert ist der Fehlerstromschutzschalter Typ A mit 30 mA, den die Elektrofachkraft bauseits setzt. Drei Kabeleinführungen erlauben Festverdrahtung oder CEE-Stecker, eine Bohrschablone liegt bei. Was die V1 nicht beherrscht: ein Lastmanagement über mehrere Ladepunkte – zwei Autos an einem Anschluss teilen sich die Leistung nicht automatisch.
Leistung im Alltag und was die V1 real einspart
Ein Fahrzeug mit 60-kWh-Akku und 11-kW-Lader braucht von 10 auf 80 Prozent rund 42 kWh, also etwa 3 Stunden 50 Minuten; mit 22 kW halbiert sich das. Ein unabhängiger Praxisbericht misst an einem Auto mit 77,4-kWh-Akku für 20 bis 80 Prozent etwa 4,5 Stunden bei durchschnittlich 10,8 kW – der Wagen war fahrzeugseitig auf 11 kW begrenzt. Das ist die Pointe: Die Wallbox ist fast nie der Engpass.
Interessanter ist die Ersparnis. Der Rechenweg:
- 15.000 km im Jahr, 18 kWh je 100 km inklusive Ladeverluste → 2.700 kWh Ladebedarf
- Davon 80 % zu Hause → 2.160 kWh an der eigenen Wallbox
- Ohne PV, zum BDEW-Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh: 2.160 × 0,370 € = 799 € im Jahr
- Mit 10-kWp-Anlage deckt die PV realistisch 45 % des Heimladens → 972 kWh solar, 1.188 kWh aus dem Netz
- Der Solarstrom kostet die entgangene Einspeisevergütung: 972 × 0,077 € = 75 €
- Netzbezug 1.188 × 0,370 € = 440 € → Gesamtkosten 515 € im Jahr
- Ersparnis: 284 € pro Jahr beziehungsweise 36 %
Anker nennt bis zu 58 Prozent, mit Hausspeicher bis zu 83 Prozent. Diese Werte stammen aus einer Simulation mit dem Werkzeug „Solarstromer“ der HTW Berlin (5.000 kWh Haushaltsverbrauch, 16.000 km, 16,7 kWh je 100 km, 53 Prozent Heimladeanteil) und setzen damit einen höheren Solaranteil voraus als unsere Rechnung. Hinzu kommt die Netzentgeltreduzierung nach § 14a EnWG: Modul 1 bringt je nach Netzbetreiber grob 110 bis 190 € im Jahr, einmal je Netzanschluss.
Solarüberschuss laden: die Smart-Meter-Frage entscheidet
Hier liegt der Kern des Geräts – und seine größte Stolperstelle. Die V1 kennt Auto-Start, Zeitplan, reines Solarladen, Solar plus Netz und einen intelligenten Modus, der Strompreise, Solarertrag, Wetterprognose und Fahrgewohnheiten abwägt. Alle Modi außer Auto-Start und Zeitplan brauchen aber eine Information, die die Wallbox nicht selbst hat: wie viel Leistung im Haus gerade übrig ist. Diesen Messpunkt liefern laut Anker der eigene SOLIX Smart Meter, ein Shelly Pro 3EM oder 3EM oder ein eingebundenes Anker-Speichersystem.
Genau das ist im eigenen Sortiment nicht abgedeckt: Der hier gelistete Anker SOLIX Smart Meter für 79,99 € ist laut Produktbeschreibung nur mit der Solarbank-2-Serie kompatibel, und die Zähler von Marstek, Jackery, Huawei und Conow arbeiten nur im eigenen Ökosystem. Den Messpunkt musst du also extern beschaffen – 130 bis 180 € zusätzlich. Wie ein dreiphasiger Zähler regelungstechnisch arbeitet, haben wir am Conow Smart Meter SDM01 beschrieben.
Installation, Anmeldung und § 14a EnWG
Erstens Netzanschluss prüfen: 22 kW bedeuten 32 A auf allen drei Phasen. Ein verbreiteter Anschluss mit 3×25 A trägt das nicht, wenn gleichzeitig Herd oder Wärmepumpe laufen. Praxisberichte empfehlen mindestens 3×35 A, realistisch 3×50 A – eine Verstärkung erhöht dauerhaft den Grundpreis.
Zweitens Zustimmung einholen: Nach § 19 NAV ist jede fest installierte Ladeeinrichtung vor der Inbetriebnahme mitzuteilen; überschreitet die Summen-Bemessungsleistung der Anlage 12 kVA, kommt die vorherige Zustimmung hinzu – bei 22 kVA also zwingend. In der Praxis dauert das Verfahren vier bis acht Wochen. Die Schwelle gilt für die gesamte Anlage: Zwei 11-kW-Ladepunkte werden addiert.
Drittens § 14a EnWG: Nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte über 4,2 kW, die ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb gingen, müssen netzorientiert steuerbar sein; Grundlage ist der Beschluss BK6-22-300 der Bundesnetzagentur vom 27. November 2023. Dafür sinken die Netzentgelte; drosseln darf der Netzbetreiber nur im akuten Engpass und nie unter 4,2 kW.
Beim dritten Punkt wird es unangenehm konkret. Ob die Box den potentialfreien Steuerkontakt mitbringt, den viele Netzbetreiber verlangen, hängt offenbar vom Produktionsstand ab: Nach einem von Nutzern zitierten Anker-Dokument besitzt ein Gerät einen IO-Port, wenn die achte Stelle der Seriennummer eine „2“ ist. Auskünfte des Anker-Supports widersprechen sich dazu – einmal heißt es, nur die Kabelversionen hätten den Kontakt, einmal das Gegenteil. Eine Steuerung über Modbus oder Cloud akzeptiert nicht jeder Netzbetreiber. Kläre deshalb vor der Bestellung, welche Variante dein Netzbetreiber anerkennt – kein Ausschlusskriterium, aber ein Punkt, an dem eine Installation stecken bleiben kann. Eine Eintragung im Marktstammdatenregister ist übrigens nicht nötig.
Kompatibilität und App
Die Einrichtung läuft über die Anker-App – erst Bluetooth-Kopplung mit beiliegendem Passkey, dann WLAN, laut Praxisberichten rund zehn Minuten. Die App zeigt Ladehistorie, Kosten und Solarertrag. Am Gerät bedient man die V1 über Wischgesten auf dem Touchdisplay: eine Bewegung startet, eine zweite stoppt, eine dritte schaltet auf volle Leistung.
Zwei Dinge funktionieren bewusst ohne Internet: Die RFID-Kartennummern liegen lokal im Gerät, und ein hinterlegter Zeitplan läuft ohne Cloud weiter; bei WLAN-Ausfall bleibt Bluetooth. Die intelligenten Funktionen brauchen dagegen eine stabile Verbindung. Ankers Angabe von 99,9 Prozent Fahrzeugkompatibilität ist eine Marketingzahl ohne belegte Grundlage; technisch ist die Box ein normkonformer Mode-3-Lader mit Typ-2-Anschluss und damit mit allen in Europa verkauften Elektroautos nutzbar.
Vergleich mit den Alternativen aus dem eigenen Sortiment
Die V1-Reihe ist bei Solfuerza in drei Leistungsstufen gelistet. Der Vergleich ist aufschlussreich, weil die Preisstaffel nicht der Leistung folgt.
| Merkmal | V1 22 kW | V1 11 kW | V1 7,4 kW |
|---|---|---|---|
| Ladeleistung | 22 kW | 11 kW | 7,4 kW |
| Phasen / Strom | 3-phasig, 32 A | 3-phasig, 16 A | 1-phasig, 32 A |
| Spannung | 400 V | 400 V | 230 V |
| Preis ohne Ladekabel | 591,69 € | 649,99 € | 519,99 € |
| Preis mit 5-m-Kabel | 627,99 € | 699,99 € | nur Buchsenversion |
| Netzbetreiber | Zustimmung nötig (> 12 kVA) | Mitteilung genügt | Mitteilung genügt |
| Empfohlener Hausanschluss | mind. 3×35 A | 3×25 A reicht meist | einphasig 32 A |
| 42 kWh nachladen | ca. 1 h 55 min | ca. 3 h 50 min | ca. 5 h 40 min |
| Lagerbestand | 200 Stück | 50 Stück | 100 Stück |
Die 11-kW-Version kostet 58 € mehr als die stärkere 22-kW-Version, obwohl beide baugleich sind und sich nur im zulässigen Strom je Phase unterscheiden. Wer 11 kW laden will, kauft deshalb sinnvollerweise die 22-kW-Box und begrenzt den Ladestrom in der App auf 16 A. Der Haken: Die Bemessungsleistung bleibt 22 kVA, die Zustimmung ist trotzdem einzuholen – wer das Verfahren vermeiden will, nimmt bewusst die 11-kW-Variante. Die einphasige 7,4-kW-Version belastet nur eine Phase, was bei 32 A Schieflast zu Diskussionen führen kann. Den Überblick gibt die Kollektion Wallbox, das Herstellerprogramm Anker SOLIX.
Technische Daten im Überblick
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Modell | Anker SOLIX V1 Smart EV Charger 22 kW |
| Artikelnummern | A5191GZ2 (Typ-2-Buchse), A5191GZ3 (5-m-Kabel) |
| Nennleistung | 22 kW |
| Netzanschluss | dreiphasig, 400 V ± 20 %, 50 Hz |
| Max. Ladestrom | 32 A je Phase, in der App 6–32 A einstellbar |
| Fahrzeuganschluss | Typ 2 (Buchse oder fest angeschlagenes 5-m-Kabel) |
| Ladebetriebsart | Mode 3 nach IEC 61851-1 |
| Schutzart | IP55 (Buchsenversion), IP65 (Kabelversion) |
| Schlagfestigkeit | IK10 |
| Abmessungen (B×H×T) | 211 × 360 × 125 mm |
| Gewicht | 2,68 kg (Buchsenversion) |
| Betriebstemperatur | −30 bis +50 °C |
| Konnektivität | WLAN, Bluetooth |
| Bedienung | Touchdisplay mit Wischgesten, Anker-App, RFID |
| Fehlerstromerkennung | Typ A und DC 6 mA integriert; externer RCD Typ A 30 mA bauseits erforderlich |
| Lastmanagement | mit Anker SOLIX Smart Meter, Shelly Pro 3EM oder Shelly 3EM |
| Zugangskontrolle | RFID-Karte im Lieferumfang, App-Freigabe für bis zu 10 Nutzer |
| Eichrecht | keine MID-Zertifizierung; interner Zähler nur für die App |
| Herstellergarantie | 3 Jahre |
| Erwartete Lebensdauer | 8 Jahre (Herstellerangabe) |
| Preis im Shop | 591,69 € ohne Kabel, 627,99 € mit Kabel |
Wirkungsgrad und Standby-Verbrauch nennt Anker nicht. Ein Praxisbericht spricht von „über 95 %“ ohne Messmethode – nicht datenblattgedeckt und daher in unseren Rechnungen nicht verwendet.
Preis-Leistung und Amortisation
Anker führt für die 22-kW-Buchsenversion eine UVP von 749 €. Der Mehrpreis gegenüber einer einfachen, nicht steuerbaren 11-kW-Box für rund 300 € beträgt knapp 290 €. Gegen die 284 € Jahresersparnis aus dem Solarüberschuss gerechnet, ist er nach gut einem Jahr zurückverdient – allerdings nur mit kompatiblem Smart Meter, der mit 130 bis 180 € dazukommt und die Amortisation auf rund 1,7 Jahre streckt.
Die Gesamtinvestition sieht anders aus: Wallbox 591,69 €, Messpunkt rund 150 €, Elektroinstallation 800 bis 1.800 € – zusammen 1.540 bis 2.540 €. Gegen 284 € Solarersparnis plus etwa 150 € Netzentgeltreduzierung ergibt das 3,5 bis 5,9 Jahre. Eine Wallbox hättest du ohnehin gebraucht – die ehrlichere Betrachtung ist deshalb die erste.
Ein Punkt fällt zuungunsten des eigenen Shops aus: Im deutschen Preisvergleich ist die 22-kW-Buchsenversion aktuell ab etwa 419 € zu haben, große Elektronikhändler liegen bei 449 bis 499 €. Der Shop-Preis von 591,69 € liegt damit deutlich über dem Markt, auch wenn er unter der Hersteller-UVP bleibt.
Pro und Contra
Dafür spricht:
- Dreiphasige 32-A-Wallbox mit Touchdisplay, RFID und App für unter 600 €
- Ladestrom frei zwischen 6 und 32 A einstellbar – eine Box deckt 1,4 bis 22 kW ab
- Fehlerstromerkennung Typ A und DC 6 mA bereits integriert
- IK10, IP55/IP65 und −30 bis +50 °C: auch für Carport und offene Garage
- RFID und Zeitplan laufen offline, Bluetooth als Rückfallebene
- 211 mm breit, 2,68 kg – eine der kompaktesten Boxen ihrer Klasse
Dagegen spricht:
- Überschussladen erst mit kompatiblem Smart Meter – keiner davon ist im Sortiment
- Keine MID-Eichung: für Dienstwagenabrechnung oder Vermietung nicht brauchbar
- Kein Lastmanagement über mehrere Ladepunkte
- Der §-14a-Steuerkontakt hängt vom Produktionsstand ab, Support-Aussagen widersprechen sich
- 22 kW erfordern Zustimmung des Netzbetreibers und oft einen stärkeren Hausanschluss, während die meisten Elektroautos ohnehin nur 11 kW laden
- Kein Wirkungsgrad und kein Standby-Verbrauch im Datenblatt; Garantie nur drei Jahre
- Der Shop-Preis liegt klar über dem günstigsten Marktangebot
Fazit: für PV-Haushalte mit kräftigem Anschluss die richtige Wahl
Die Anker SOLIX V1 ist eine erstaunlich erwachsene erste Wallbox: robust, kompakt, wettertauglich und mit einem Ladestrombereich von der Notladung bis zur Vollleistung. Dass RFID und Zeitplan ohne Cloud laufen, ist bei einem App-zentrierten Produkt keine Selbstverständlichkeit.
Klar empfehlen können wir sie für einen Haushalt mit eigener Photovoltaikanlage, dreiphasigem Anschluss von mindestens 3×35 A und der Bereitschaft, einen Shelly- oder Anker-Messpunkt nachzurüsten: Dann verlagert sie das Laden in die Stunden mit Solarüberschuss und spart in unserer Rechnung 284 € im Jahr. Nicht empfehlen würden wir sie, wenn du Ladevorgänge abrechnen musst, zwei Autos versorgen willst oder keine PV-Anlage hast. Und kläre den §-14a-Steuerkontakt mit deinem Netzbetreiber, bevor der Elektriker kommt.
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Passend dazu: der Ratgeber Wallbox zuhause installieren, die PV-Komplettsets für die Erzeugungsseite samt Test des Anker SOLIX X1 10-kWp-Sets sowie für den Puffer der Test der Anker Solarbank 4 E5000 Pro und die Kollektion Stromspeicher.

Häufige Fragen zur Anker SOLIX V1
Braucht die Anker SOLIX V1 mit 22 kW eine Genehmigung vom Netzbetreiber?
Ja. Jede fest installierte Ladeeinrichtung ist dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitzuteilen (§ 19 NAV). Liegt die Summen-Bemessungsleistung der Anlage über 12 kVA, kommt die vorherige Zustimmung dazu – 22 kW bedeuten 22 kVA. Bei der 11-kW- und der 7,4-kW-Version genügt die Mitteilung. In der Praxis erledigt das der Elektrofachbetrieb.
Lädt die Anker SOLIX V1 wirklich mit Solarüberschuss?
Ja, aber nicht allein. Die Wallbox weiß nicht, wie viel Leistung im Haus gerade übrig ist – das liefert ein Messpunkt im Zählerschrank: der Anker SOLIX Smart Meter, ein Shelly Pro 3EM oder 3EM oder ein eingebundenes Anker-Speichersystem. Ohne einen davon bleibt die V1 eine Wallbox mit Zeitplan, aber ohne Überschussregelung.
Welcher Smart Meter passt zur Anker SOLIX V1?
Laut Anker der SOLIX Smart Meter der aktuellen Generation, der Shelly Pro 3EM oder der Shelly 3EM. Der bei Solfuerza gelistete Anker SOLIX Smart Meter für 79,99 € ist laut Produktbeschreibung nur mit der Solarbank-2-Serie kompatibel; die Zähler von Marstek, Jackery, Huawei und Conow arbeiten nur im eigenen Ökosystem. Den Messpunkt musst du derzeit extern beschaffen – rechne mit 130 bis 180 €.
Ist die Anker SOLIX V1 nach § 14a EnWG steuerbar?
Das ist der unklarste Punkt. Vorgeschrieben ist die netzorientierte Steuerbarkeit für nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte über 4,2 kW ab Inbetriebnahme 2024. Ob die V1 den meist verlangten potentialfreien Steuerkontakt mitbringt, hängt offenbar vom Produktionsstand ab, und Auskünfte des Supports widersprechen sich. Kläre vor dem Kauf, welche Steuerungsvariante dein Netzbetreiber akzeptiert.
Was kostet die Installation einer 22-kW-Wallbox?
Die Wallbox ist der kleinere Posten. Für die Elektroinstallation sind 800 bis 1.800 € realistisch: eigener Stromkreis, Querschnitt für 3×32 A, Fehlerstromschutzschalter Typ A mit 30 mA, Prüfprotokoll und Anmeldung. Reicht der Hausanschluss nicht, kommt dessen Verstärkung dazu.
Lohnen sich 22 kW oder reichen 11 kW?
Technisch reichen 11 kW für fast alle Haushalte: Die meisten Elektroautos laden am Wechselstrom nur mit 11 kW, und ein Anschluss mit 3×25 A trägt keine 22 kW. Im Solfuerza-Sortiment kostet die 11-kW-Version mit 649,99 € aber mehr als die 22-kW-Version mit 591,69 €. Wer die 22-kW-Box kauft und den Ladestrom in der App auf 16 A begrenzt, erhält eine 11-kW-Wallbox zum niedrigeren Preis – braucht aber trotzdem die Zustimmung.
Wie lange gilt die Garantie der Anker SOLIX V1?
Anker gibt drei Jahre Herstellergarantie und nennt eine erwartete Produktlebensdauer von acht Jahren. Drei Jahre sind Marktdurchschnitt, aber kein Spitzenwert – einige Hersteller geben fünf. Die gesetzliche Gewährleistung bleibt unberührt.


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